|
1. |
Grundsätze der pädagogischen Arbeit |
|
1.1 |
Grundsätze des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans |
|
Der neugeborene Mensch kommt als „kompetenter Säugling“ zur Welt.
Kinder gestalten ihre Bildung und Entwicklung von Geburt an aktiv mit.
Jedes Kind unterscheidet sich durch seine Persönlichkeit und Individualität von anderen Kindern.
Kinder haben Rechte – universell verankert in der UN Kinderrechtskonvention. |
|
|
1.2 |
Grundhaltung der pädagogischen Fachkräfte |
|
In der situationsorientierten Arbeit sehen wir uns als Entwicklungsbegleiter und Partner der Kinder. |
|
|
2 |
Förderung der Basiskompetenzen |
|
Als Basiskompetenzen werden grundlegende Fertigkeiten und Persönlichkeitscharakteristika bezeichnet.
Das Kind wird befähigt mit anderen Kindern und Erwachsenen in Kontakt zu treten und diesen aufrecht zu erhalten,
und sich mit den Gegebenheiten in seiner alltäglichen Umgebung zurecht zu finden. Zu den Basiskompetenzen zählen
Selbstwertgefühl, Eigenmotivation, kognitive Kompetenzen, physische Kompetenzen, soziale Kompetenzen, Wertehaltung und
Orientierungskompetenzen sowie lernmethodische Kompetenzen. |
|
|
2.1 |
Bildungsziele/Basiskompetenzen und deren Umsetzung in unserer Einrichtung |
|
2.1.1 |
Sozialerziehung |
|
In unserer Einrichtung wird jedes Kind als eigene Persönlichkeit angesehen und mit Achtung und Respekt behandelt. Die Kinder haben hier die Gelegenheit, Beziehungen aufzubauen, die durch Sympathie und gegenseitigen Respekt gekennzeichnet sind. Wichtige Gesichtspunkte der Sozialerziehung sind gegenseitige Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, sowie Ehrlichkeit und Courage. Kinder sollen lernen Gefühle angemessen auszudrücken, die der andern zu respektieren und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Konfliktlösungsstrategien erlernen und anwenden sowie Konflikte angemessen austragen zu können sind von großer Bedeutung. Jedes Kind soll seine Rolle in der Gemeinschaft finden und sich in der Gruppe einfügen können. |
|
|
|
|
|
2.1.2 |
Bewegungserziehung |
|
Zu den grundlegenden Betätigungs- und Ausdrucksformen von Kindern zählt neben dem Spielen die Bewegung. Kinder haben einen natürlichen Drang und eine Freude daran sich zu bewegen. Dabei werden Bewegungsabläufe gefestigt und ein positives Körpergefühl aufgebaut. Bewegung ist für sie wie Sprechen, Singen und Tanzen elementares Ausdrucksmittel und zugleich Grundlage ihrer Handlungsfähigkeit. Wir bieten den Kindern hierzu vielfältige Möglichkeiten Waldtage, Spaziergänge, gezielte Bewegungseinheiten, Bewegung im Garten, Tanz und Rhythmik. In der frühen Kindheit ist Bewegung nicht nur für die motorische, sondern auch für die kognitive, emotionale und soziale Entwicklung und damit für die gesamte Entwicklung von herausragender Bedeutung. |
|
|
|
|
|
2.1.3 |
Ethische und religiöse Erziehung |
|
Ethische und religiöse Bildung und Erziehung haben ihre Grundlage in der Bayerische Verfassung und garantieren
die Glaubens und Gewissensfreiheit. |
|
|
|
|
|
2.1.4 |
Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung |
|
Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung bedeutet für uns, Kinder in ihrer Gesamtpersönlichkeit zu fördern. Sie versucht Kopf (Kognition) Herz (Emotion) und Hand (Motorik) mit ihren Angeboten zu erreichen. Kinder brauchen für ihr eigenes Lernen ästhetische Erfahrung = d.h. ich nehme wahr mit allen Sinnen. Die Kinder lernen vielfältigste Materialien, Werkzeuge, Techniken, deren Beschaffenheit und Eigenschaften kennen. Mit ihrem Schatz an Ideenreichtum und Phantasie erhalten sie Einblick in verschiedene Lebensformen, lernen verschiedene Spielbereiche kennen und erhalten ein Gefühl für Farben und Formen. Durch ganzheitlich kreative Angebote wie Rollenspiele, Märchen, Theater, Klanggeschichten, Meditationen, Werken und Sinnesschulung bieten wir den Kindern hierfür Ausdrucksmöglichkeiten. Durch eine angemessen Dekoration und eine bewusste Aufbereitung und Darstellung der Materialien fördern wir die ästhetische Wahrnehmung der Kinder. |
|
|
|
|
|
2.1.5 |
Umwelterziehung |
|
Die Kinder sollen eine Wertehaltung sich selbst, anderen und materiellen Dingen gegenüber entwickeln können. Ihnen wird die Möglichkeit geboten ganzheitliche Erfahrungen in vielen Lebensbereichen zu sammeln, und das Selbstverständnis des Menschen in seinem Verhältnis zur Umwelt wahrnehmen zu lernen. Hierbei ist es uns wichtig das soziale und natürliche Umfeld der Kinder mit einzubeziehen. Dies geschieht vor allem durch alltägliche Dinge wie Mülltrennung, Verkehrserziehung, Gartenpflege, Spaziergänge, Umweltprojekte, Waldtage und Ausflüge. Dabei lernen die Kinder Zusammenhänge kennen, Verantwortung zu übernehmen, den bewussten Umgang mit Konsum und Freizeit und sie erfahren Konsequenzen ihres eigenen Handelns. |
|
|
|
|
|
2.1.6 |
Mathematische Bildung und Erziehung |
|
Wir sehen die mathematische Bildung als ganzheitliche Erziehung mit allen Sinnen. Die Welt in der Kinder aufwachsen ist voller Mathematik. Geometrische Formen, Zahlen und Mengen lassen sich überall entdecken. Entscheidend ist dabei nicht das Ausmaß solcher Angebote sondern der bewusste Umgang mit mathematischen Inhalten und Materialien. Wir machen mit den Kindern Finger-, Tisch- und Würfelspiele, Reime und Abzählverse, Lieder und rhythmische Angebote. Im Freispiel können die Kinder Erfahrungen im Umgang mit Geld, Konstruktions- und Legematerial sammeln. Darüber hinaus sind gezielte Lernangebote wichtig, in denen die Kinder „mathematische“ Denk- und Handlungsweisen erproben und einüben können. Hierzu zählen die Raumerfahrung und die Raum- Lagepositionen mit Begriffen wie oben und unten, hinten und vorne und das Aufräumen wodurch die Kinder Sicherheit in der Orientierung ihrer Umwelt erhalten. Beim Kochen und Backen werden den Kinder unter anderem die Verhältnismäßigkeiten von Mengen und Gewichten vermittelt. Durch immer wieder kehrende Rituale und feste Strukturen im Tagesablauf machen die Kinder Erfahrungen mit der „Zeit“ und entwickeln ein Zeitgefühl. |
|
|
2.1.7 |
Naturwissenschaft und Technik |
|
Wir wollen die natürliche Neugierde der Kinder aufgreifen und den Bezug der Kinder zu ihrer Umwelt festigen und intensivieren. Sie entwickeln ein Grundverständnis für Zusammenhänge, forschen und entdecken, beobachten und experimentieren, über Gesetzmäßigkeiten und naturwissenschaftliche Erscheinungen. Das Kind sammelt Erfahrungen mit Sachverhalten aus der technischen Umwelt und sachgerechten und sinnvollen Umgang mit technischen Geräten. Dies fördern wir durch Waldtage, Exkursionen, Experimente, Jahreszeitkalender, Naturkreisläufe, Schüttspiele, sachgerechten Umgang mit elektrischen Geräten, Werkzeugen und Sinnesübungen. |
|
|
|
|
|
2.1.8 |
Sprachliche Bildung und Erziehung |
|
Sprachkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation und sie ist eine wesentliche Voraussetzung für schulischen
und beruflichen Erfolg und für eine volle Teilhabe am gesellschaftlich-kulturellen Leben. |
|
|
|
|
|
2.1.9 |
Medienbildung |
|
Kinder kommen von klein auf mit Medien in Berührung, in ihren sozialen Lebensräumen und in unterschiedlichen inhaltlichen und kommunikativen Kontexten. Darum ist es uns wichtig, dass Kinder den bewussten, sachgerechten, selbstbestimmten, verantwortungsvollen und altersgerechten Umgang mit Medien erlernen. Wir vermitteln den Kindern Wissen, bauen Medienkompetenz durch eine gute Ausstattung mit Informations- und Kommunikationsgeräten sowie Büchern auf und ermöglichen den bewussten Umgang mit dem Computer. Den Eltern bieten wir durch Gespräche, Fachliteratur und den Elternratgeber „Flimmo“ Hilfe und Unterstützung an. |
|
|
2.1.10 |
Musikalische Förderung |
|
Musik sensibilisiert alle Sinne, spricht Emotionen an und fördert die Sprachentwicklung des Kindes. Sie haben Freude daran, den Geräuschen, Tönen und Klängen in ihrer Umgebung zu lauschen und diese selbst zu produzieren. Gehörte Musik setzen Kinder in der Regel spontan in Tanz und Bewegung um. Musik ist Teil ihrer Bewegungswelt. Wichtig sind uns dabei die Förderung der Mundmotorik, Merkfähigkeit, differenziertes Zuhören, Taktgefühl, kennen lernen verschiedener Musikrichtungen und Instrumente, die eigene Singstimme zu entdecken und die Verbindung Musik in Bewegung umzusetzen. Dies fördern wir durch Liedeinführungen, Rhythmik- und Taktübungen, Klanggeschichten, Tänze, instrumentale Liedbegleitungen, Meditationen und Musik aus anderen Kulturen. |
|
|
|
|
|
2.1.11 |
Gesundheitserziehung |
|
Gesundheitsförderung hat in der elementarpädagogischen Praxis einen hohen Stellenwert. Ziele und Inhalte der Gesundheitsförderung lassen sich weitgehend in die alltäglichen Routinen und Abläufe des Gruppenalltags bewusst und gezielt integrieren. Das Kind lernt Mitverantwortung für seinen Körper und seine Gesundheit zu übernehmen. Gezielt fördern wir hier die Körperwahrnehmung, gesunde und bewusste Ernährung, das Grundverständnis über die Bedeutung von Hygiene und Körperpflege sowie positive Geschlechtsidentität (siehe5.2.2). Grundkenntnisse über Sicherheit und Schutz im Straßenverkehr, bei Unfällen und Gefahrenquellen zählen ebenso zu unseren Förderzielen wie Suchtprävention. Wir achten hier besonders auf eine gesundheitsförderliche Ernährung, eine gute Tisch, - und Esskultur, ausreichend Zeit für die gleitende und gemeinsamen Mahlzeiten in enger Zusammenarbeit mit dem Elternhaus. Wir vertiefen gemeinsam mit den Kindern das Verständnis für Körperpflege und Hygiene. Hierfür stehen für jedes Kind Utensilien zur eigenständigen Benutzung zur Verfügung die den hygienischen und sicherheitstechnischen Standards der Sanitärausstattung entsprechen. |
|
|
3.1 |
Wichtige Bestandteile unserer Arbeit |
|
3.1.1 |
Freispiel |
|
Freispiel ist die Zeitspanne im Tagesablauf, in der die Kinder in möglichst freier Selbstbestimmung ihre Tätigkeit wählen
und spontan aufbrechenden Spielbedürfnissen nachgehen können. Im Freispiel suchen sie ihr Spielmaterial und ihre
Spielpartner selbst aus, setzen sich selbst ihre Ziele und Spielaufgaben und bestimmen von sich aus
Verlauf und Dauer eines Spiels. |
|
|
3.1.2 |
gezielte Fördereinheit |
|
Gezielte Fördereinheiten sind Zeitspannen in denen die Erzieherin Inhalte und Ziele einer Aufgabe vorgibt. Auswahl des Materials, Verlauf und Dauer werden weitgehend von der Erzieherin bestimmt und individuell auf jedes Kind abgestimmt. |
|
|
3.1.3 |
gleitende Brotzeit |
|
In unserer Einrichtung haben die Kinder die Möglichkeit zwischen 08:45 Uhr und 11:00 Uhr ihren Bedürfnissen entsprechend Brotzeit zu machen. Hierbei ist es uns sehr wichtig, dass eine ansprechende Tisch- und Esskultur am Brotzeittisch herrscht. Die Kinder lernen eigenverantwortlich und selbstständig zu handeln. Die Brotzeit ist ein Teil der Sozialerziehung. |
|
|
3.1.4 |
Geburtstagsfeier |
|
Bei jedem Geburtstag eines Kindes gestalten wir in der jeweiligen Gruppe eine kleine Feier.
Hierbei steht das Kind im Mittelpunkt und es wird etwas besonderes für das Kind vorbereitet. |
|
|
|
|
|
3.1.5 |
Projekte |
|
Projektarbeit ist für uns eine sehr vielseitige und sinnvolle Methode, um die Kinder ganzheitlich in ihrer kognitiven, sozialen, emotionalen, kreativen und motorischen Entwicklung sowie in ihrer Persönlichkeit zu fördern. Bei Projekten haben Kinder viele Entscheidungsfreiheiten und Mitbestimmungsmöglichkeiten. Sie konsumieren kein vorgegebenes Angebot, sondern prägen den Projektablauf durch ihre Ideen und Vorschläge mit. Da die Projektaktivitäten unterschiedlich komplex und schwierig sind, finden alle Kinder in ihren entsprechenden Entwicklungsstadien genügend Möglichkeiten sich einzubringen und Anerkennung zu erfahren. |
|
|
|
Ziele: |
|
|
|
|
3.1.6 |
Gruppenphasen |
|
Es gibt verschiedene Gruppenphasen die durch bestimmte Merkmale gekennzeichnet sind. |
|
|
3.1.7 |
Vorschularbeit |
|
Einmal wöchentlich findet unser Vorschulclub statt. In gezielten Fördereinheiten bereiten wir die Vorschulkindern auf die Schule vor. Hierbei legen wir besonderen Wert auf die Förderung der Basiskompetenzen. Siehe hierzu die Ausführung unter Punkt 1.3. Ab Januar können alle Schulanfänger am Würzburger Sprachprogramm „Hören, lauschen, lernen“ teilnehmen. Hierbei werden die Kinder täglich 15 Minuten im sprachlichen Bereich durch, Silbenklatschen, Reime usw. gefördert. |
|
|
3.1.8 |
Vorkurs D 240 |
|
Die Kinder unserer Einrichtung mit Migrationshintergrund haben die Möglichkeit einen Vorkurs zu besuchen. Dieser findet für alle Migrantenkinder im letzten Kindergartenjahr statt. Zur Gestaltung des Vorkurses kooperieren wir mit der Grundschule in Altdorf. In der Praxis sieht dies so aus, dass ein Teil der sprachlichen Förderung von einer Erzieherin in unserer Einrichtung abgeleistet wird, und ein Teil von einer Grundschullehrerin übernommen wird. Diese kommt hierzu dreimal in der Woche zu uns in die Einrichtung, um die Kinder sprachlich gezielt zu fördern und so den Übergang in die Schule besser bewältigen zu können. Der Besuch eines Vorkurses soll den Kindern helfen in der Deutschen Sprache sicherer zu werden, um den Lerninhalten in der Schule folgen zu können. Hierzu wird die Deutsche Sprache den Kindern auf spielerische und ganzheitliche Art und Weise vermittelt. |
|
|
4 |
Themenübergreifende Bildungs- und Erziehungsperspektiven |
|
4.1 |
Übergänge des Kindes und Konsistenz im Bildungsverlauf |
|
In den ersten sechs Lebensjahren eines Kindes müssen verschiedene Übergänge bewältigt werden, die verschiedenste Basiskompetenzen vom Kind fordern und auch unsere pädagogischen Handlungsweisen herausfordern. |
|
|
4.1.1 |
Übergang von der Familie in die Kindertagesstätte |
|
Für Kinder und Eltern ist die erste Zeit in der Kindertageseinrichtung mit starken Gefühlen, nicht selten mit Stress verbunden. Häufig ist es das erste Mal, dass sich das Kind von seiner Familie jeden Tag für einige Stunden lösen und seine eigenen
Wege in eine neue Umgebung gehen muss. Diese gemeinsame Verantwortung dem Kind gegenüber erfordert nicht nur Akzeptanz,
sondern auch ein Verhalten, dass auf gegenseitige Offenheit und Abstimmung hin ausgerichtet ist. |
|
|
4.1.2 |
Übergang in die nachfolgende Einrichtung |
|
Beim Übergang von einer Einrichtung in die Nachfolgende z. B von der Kinderkrippe in den Kindergarten ist der Wechsel der Tageseinrichtung mit zahlreichen Anforderungen und Veränderungen für das Kind verbunden. Betreuungspersonen und Spielpartner wechseln und das Kind muss sich auf neue Räumlichkeiten, Regeln und Bezugspersonen einstellen. Dabei können sie auf ihre gemachten Erfahrungen und erworbenen Kompetenzen zurückgreifen. |
|
|
4.1.3 |
Übergang in die Grundschule |
|
Wir sehen unsere Aufgabe in der Tageseinrichtung als solche, die Kinder langfristig und angemessen auf diesen Übergang
vorzubereiten. Die Vorbereitung beginnt am Tag des Eintritts in die Tageseinrichtung. |
|
|
4.2 |
Umgang mit individuellen Unterschieden |
|
4.2.1 |
Kinder verschiedenen Alters |
|
In unserer Einrichtung werden Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren betreut. In Einzellfällen können je nach Platzmöglichkeiten
und Bedarf auch Kinder unter 3 Jahren aufgenommen werden. In besonderen Fällen z. B. bei einer Schulrückstellung werden Kinder
auch bis zum 7. Lebensjahr betreut. |
|
|
4.2.2 |
Geschlechtersensible Erziehung |
|
Was es bedeutet, männlich oder weiblich zu sein, ist hingegen weitgehend beeinflusst von der jeweiligen Kultur und Gesellschaft, in der ein Kind aufwächst und den damit verbundenen geschlechterspezifischen Erfahrungen. Uns ist es wichtig Jungen und Mädchen gleiche Angebote zu bieten um dem Kind ein differenziertes Bild der jeweiligen Geschlechterrollen zu vermitteln. Die Kindern lernen, dass „weiblich“ und „männlich“ keine uniformen Kategorien sind sondern, dass „Weiblichsein“ und „Männlichsein“ in vielfältigen Variationen möglich ist. |
|
|
4.2.3 |
Interkulturelle Erziehung |
|
Unsere Einrichtung wird von Kindern verschiedenster Nationalitäten und Kulturen besucht. Daher ist es uns sehr wichtig Akzeptanz und Anerkennung für andere Kulturen zu schaffen. Interesse und Neugier für die eigene und fremde Kultur soll aufgebaut werden und Vorurteile sollen vermieden werden bzw. gar nicht erst entstehen. In unserer Einrichtung lernen Kinder ein selbstverständliches Miteinander verschiedener Sprachen und Kulturen. Die Kinder haben Interesse und Freude andere Kulturen und Sprachen kennen zu lernen, zu verstehen und sich damit auseinander zu setzen. Interkulturelle Arbeit unterstützen wir durch Angebote wie Betrachtung der Länder auf dem Globus, malen von Fahnen der Länder, Elterngespräche mit Dolmetscher um Sprachschwierigkeiten zu überwinden um nur einige zu nennen. |
|
|
4.2.4 |
Kinder mit erhöhtem Entwicklungsrisiko |
|
Unter diesem Begriff sehen wir Kinder unserer Einrichtung, die mit einem deutlich erhöhten Entwicklungsrisiko aufwachsen,
wobei die Ursachen sehr vielfältig sind. Die Kinder werden oft auf Grund von Verhaltensproblemen bzw. Entwicklungsrückständen
auffällig und sind z. T. von besonderen Belastungen im sozialen bzw. familiären Umfeld betroffen. Auf Grund ihres erhöhten
Entwicklungsrisikos ist eine Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft problematisch oder sogar gefährdet. |
|
|
4.2.5 |
Kinder mit Hochbegabung |
|
Hochbegabung ist prinzipiell nicht auf den kognitiven Bereich zu begrenzen, sie kann sich z. B. auch im sportlich- motorischen,
im künstlerischen oder im musischen Bereich zeigen. Alle Kinder haben einen Anspruch auf individuelle Förderung,
daher ist es wichtig, hochbegabte Kinder in der Familie und im Bildungssystem durch angemessene Lernangebote zu stimulieren
und herauszufordern. |
|
|
4.3 |
Schlüsselprozesse der Bildungs- und Erziehungsqualität |
|
4.3.1 |
Beobachtung |
|
Beobachtung von Lern und Entwicklungsprozessen ist in unserer Einrichtung Grundlage für pädagogisches Handeln. Aussagekräftige Beobachtungsergebnisse vermitteln uns Einblick in das Lernen und die Entwicklung von Kindern. Sie helfen uns die Qualität von pädagogischen Angeboten zu sichern und weiterzuentwickeln. |
|
|
4.3.2 |
Dokumentation |
|
Wir sind gesetzlich zur Dokumentation angehalten. Die Beobachtungen aus oben genannten Lern- und Entwicklungsprozessen werden schriftlich festgehalten und sind Grundlage für Eltern- Lehrer und Fachdienstgespräche. Für alle Kinder werden regelmäßig Beobachtungsbogen geführt. In ihnen werden Entwicklungsschritte der Kinder festgehalten, um so ein weiteres Vorgehen in der pädagogischen Handlungsweise planen zu können. |
|
|
5 |
Öffentlichkeitsarbeit |
|
5.1 |
Was verstehen wir unter Öffentlichkeitsarbeit |
|
Unter Öffentlichkeitsarbeit verstehen wir den umfassenden, strukturierten und dauerhaften Informations – und
Kommunikationsaustausch zwischen Einrichtung und Öffentlichkeit einerseits und Einrichtung und Mitarbeiter andererseits. |
|
|
5.2 |
Formen der Öffentlichkeitsarbeit |
|
5.2.1 |
interne Öffentlichkeitsarbeit |
|
Durch die Öffentlichkeitsarbeit, entwickeln wir unser eigenes Profil. Unsere „Philosophie“ wird nach außen transparent gemacht.
Dadurch können wir ein positives Image entwickeln und gewinnen so einen Platz in der Gemeinde. Zur internen
Öffentlichkeitsarbeit zählen für uns auch Elterninformationen, Aushänge, Elternbriefe, Elterngespräche und unsere
„Zippel-Zappel“ Infomaus. |
|
|
|
|
|
5.2.2 |
externe Öffentlichkeitsarbeit |
|
Zur externen Öffentlichkeitsarbeit zählen für uns Feste und Feiern, Zeitungsberichte und die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen innerhalb der Gemeinde. Wir nehmen teil an Gottesdiensten, besuchen das Seniorenheim und Vorträge, beteiligen uns an Veranstaltungen der Marktgemeinde unternehmen Ausflüge. |
|
|
|
|
|
5.3 |
Vernetzungsarbeit |
|
5.3.1 |
Kooperation mit der Schule |
|
In unserer Einrichtung findet ein regelmäßiger Austausch mit der Grundschule Altdorf statt.
Die Vorschulkinder dürfen einmal im Jahr am Unterricht der ersten Klassen teilnehmen.
So werden Hemmungen und Ängste abgebaut und erste Kontakte geknüpft.
Die Kinder bekommen einen Einblick in den Schulalltag. |
|
|
5.3.2 |
Vernetzung mit anderen Kindergärten |
|
In der Gemeinde Altdorf gibt es noch drei weitere Kindergärten. Den Kindergarten St. Josef im Zentrum der Gemeinde, St. Georg in Eugenbach und Villa Kunterbunt unter Trägerschaft der AWO. Auch hier findet ein regelmäßiger Informationsaustausch statt. Absprachen werden getroffen und die Zusammenarbeit koordiniert. |
|
|
5.3.3 |
Zusammenarbeit mit Fachdiensten |
|
5.3.3.1 |
SPZ und BKH |
|
Wir arbeiten intensiv mit dem Sozialpädiatrischen Zentrum und dem Bezirkskrankenhaus in Landshut zusammen. Sie unterstützen uns in der pädagogischen Arbeit und Förderung der Kinder mit Entwicklungsrisiken. Um eine optimale Förderung der Kinder zu gewährleisten ist ein regelmäßiger Austausch zwischen den Fachdiensten, der Eltern und unserer Einrichtung unerlässlich. |
|
|
5.3.3.2 |
Ergotherapeuten und Logopäden |
|
Wir arbeiten zusätzlich eng mit entsprechenden Ergotherapeuten und Logopäden zusammen um so Entwicklungsverzögerungen entgegenzuwirken. Sie unterstützen uns in unserer Arbeit mit den Kindern und können im fachlichen Austausch wichtige Hilfestellungen geben. |
|
|
5.3.4 |
Gemeinde |
|
Die Gemeinde Altdorf ist für die Abwicklung verwaltungstechnischer Vorgänge zuständig.
Dieses umfasst die Abrechnung der Kindergartenbeiträge, ein Beteiligung bei Neuanschaffungen und Reparaturen. |
|
|
5.3.5 |
Kirchenverwaltung |
|
Mit der Pfarrverwaltung werden in entsprechenden regelmäßigen Sitzungen Belange des Kindergartens, vor allem im organisatorischen und finanzwirtschaftlichen Bereich besprochen und geplant. Als Aufgabe diesen Gremiums steht die Eingliederung des Kindergartens in die Kirchengemeinde an oberster Stelle. |
|
|
5.3.6 |
Fachschulen/Ausbildungsstätten |
|
In unserem Kindergarten hat man die Möglichkeit einen Teil seiner Ausbildung zu absolvieren. Dieses umfasst Vorpraktikum, Berufspraktikum und Begleitpraktikum. Hierfür findet ein regelmäßiger Austausch mit den Lehrern der entsprechenden Schulen statt. Die praktischen Erfahrungen gekoppelt mit theoretischem Wissen aus Schule und entsprechenden Anleitergesprächen sind unverzichtbarer Bestandteil der Ausbildung hier im Haus und der späteren Abschlussprüfung. Die Praktikantinnen werden befähigt selbstständig und eigenverantwortlich Angebote zu gestalten und eine Gruppe zu führen. Sie können eigene Ideen und Vorstellungen umsetzen und verwirklichen und somit einen reichen Erfahrungsschatz aufbauen. |
|
|
5.3.7 |
Trägerverband |
|
Träger ist die katholische Kirchenstiftung St. Othmar Pfettrach mit ihrer Kirchenverwaltung und einer Geschäftsführung, die für unsere Einrichtung zuständig ist. |
|
|
5.3.8 |
Kreisjugendamt |
|
In besonderen Fällen arbeiten wir auch eng mit dem Jugendamt zusammen, um Familien bei der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder zu unterstützen. Hier ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Jugendamt, Eltern und unserer Einrichtung Voraussetzung. Das Jugendamt bietet Beratung für Eltern und Erziehungsberechtigte in schwierigen familiären Situationen sowie auch finanzielle Unterstützung an. |
|
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
©2007 Kindergarten St. Michael |
design by accodo Reklame GmbH |